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Krčínův dům, Kájovská 54

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Geschrieben von: I.N.Global, a.s.
Donnerstag, den 08. März 2012 um 14:46 Uhr

Krčínův dům, Kájovská 54Krčínův dům gehört zu den wertvollsten Sehenswürdigkeiten des historischen Stadtzentrums von Český Krumlov. Es handelt sich um ein zweistöckiges Eckhaus mit einer anspruchsvoll bemalten Renaissancefassade mit Anfängen im 14. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebäude im Renaissancestil umgebaut, aus dem auch die außergewöhnlich wertvolle Malerei an der Fassade stammt. Ziemlich sicher handelt es sich um das Werk der Künstler, die für Vilém z Rožmberka auf dem Gelände des Schlosses Český Krumlov gearbeitet haben.

Krčínův dům, Kájovská 54Laut den ältesten Erwähnungen hat das Haus dem Mälzer Mikuláš und danach seinem Sohn Tomáš gehört, der zur damaligen Zeit den Spitznamen Tamandl über der Lacke hatte. Nach dem Tod von Tamandl in der Mitte der sechziger Jahre hat sein Sohn Filip Nuss das Haus übernommen, der Beamter in Rožmberk war. Nach Filips Tod (1597) hat seine Witwe Voršila, Florián Ronner geheiratet, der das Haus mit allem was dazugehörte übernommen hat.

Krčínův dům, Kájovská 54 Aus den Angaben über die nachfolgenden Besitzer geht hervor, dass das Haus bereits zur damaligen Zeit als etwas Besonderes angesehen wurde. Dies wird durch seinen Preis belegt. So wurde zum Beispiel im Jahr 1640 das Haus "ronnerovský dům" von Hans Tauperg mit den Stallungen und den Einrichtungen zum Bierbrauen an Stefan Reichart zu dem sehr hohen Preis von 1.100 Haufen gemischten Groschen verkauft. Auch zum Beginn des 19. Jahrhunderts war die Immobilie sehr wertvoll - zwischen den Jahren 1801 und 1802 stieg ihr Preis von 2.263 Goldmünzen auf 4.000 Goldmünzen. Das Haus gehörte damals dem Verwalter der städtischen Wirtschaft und dem Geschäftsmann Simon Stifter. Im 18. Jahrhundert ging man im Gebäude höchstwahrscheinlich dem Seifenhandwerk nach, Bier wurde hier jedoch bis ins 19. Jahrhundert gebraut.

Krčínův dům, Kájovská 54

Männliche Karyatiden

Männliche Karyatiden, Pferdepfeiler in menschlicher Gestalt, Büsten bzw. Köpfe, gehörten zu den beliebten gemalten Dekorationen von Häusern aus der Renaissance. Einstweilen die Karyatiden, die die Flächen zwischen den Fenstern im ersten Stock füllen mehr oder weniger traditionelle Formen von bärtigen muskelbepackten Männern haben, die die Balken tragen, haben die Karyatiden im zweiten Stock die Gestalt von männlichen Körpern ohne Hände erhalten, deren Gestalten aus den verflochtenen geringelten Pfeilern wachsen, die an glitschige Schlangenkörper erinnern.

Ressource: http://www.encyklopedie.ckrumlov.cz

Aktualisiert ( Mittwoch, den 23. Mai 2012 um 07:39 Uhr )